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Online-Magazin von SF BFK

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Ein neuer Name, der unsere Entwicklung sichtbar macht

Fachverband

Ein neuer Name, der unsere Entwicklung sichtbar macht

An der diesjährigen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder einen wichtigen Entscheid getroffen: Der Schweizerische Fachverband Mütter- und Väterberatung heisst neu Schweizerischer Fachverband Beratung Frühe Kindheit. Eine Namensänderung ist für einen Verband immer ein bedeutender Schritt. Sie betrifft die Identität, die Wahrnehmung und die Positionierung nach innen und aussen. Für uns ist dieser Entscheid weit mehr als eine formale Anpassung. Er trägt einer Entwicklung Rechnung, die unser Berufsfeld seit vielen Jahren prägt, und schafft die Grundlage, unsere Rolle und unseren Auftrag künftig noch klarer sichtbar zu machen.

Die frühe Kindheit im Zentrum

Im Zentrum unserer Arbeit steht die Begleitung von Familien mit Kindern von der Geburt bis zum fünften Geburtstag. Dabei richten wir unseren Blick nicht allein auf Eltern im klassischen Sinn, sondern auf alle Bezugspersonen aus dem Umfeld, das Kinder in ihren ersten Lebensjahren begleitet und prägt.

Die Bezeichnung «Beratung Frühe Kindheit» bringt dieses Verständnis präziser zum Ausdruck als die bisherige Verbandsbezeichnung. Sie rückt die Frühe Kindheit als zentrale Entwicklungs- und Lebensphase in den Fokus und macht sichtbar, worum es in unserer Arbeit geht: die Förderung einer gesunden Entwicklung von Kindern sowie die Stärkung ihrer Bezugspersonen.

Ein Berufsfeld mit breitem Leistungsspektrum

Die Beratung Frühe Kindheit ist heute ein etabliertes, niederschwelliges und flächendeckendes Angebot der Gesundheitsförderung und Prävention. Unsere Leistungen reichen weit über die klassische Beratung von Müttern und Vätern hinaus.

Berater:innen Frühe Kindheit begleiten Familien in vielfältigen Lebenssituationen, unterstützen Eltern und andere Bezugspersonen in ihren Betreuungs- und Erziehungsaufgaben, fördern die Gesundheit und Entwicklung des Kindes, arbeiten interdisziplinär mit Fachpersonen zusammen, koordinieren Angebote im Netzwerk und leisten wichtige Beiträge zur Früherkennung und zum Kindesschutz.

Dieses umfassende Leistungsportfolio ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Der neue Name macht diese Breite sichtbar und trägt der heutigen fachlichen Realität unseres Berufsfeldes Rechnung.

Berufsidentität stärken – Sichtbarkeit erhöhen

Ein weiterer wichtiger Grund für die Namensänderung ist die Angleichung an die Berufsbezeichnung «Berater:in Frühe Kindheit». Eine starke Berufsidentität entsteht auch durch eine gemeinsame Sprache. Wenn Berufsbezeichnung, Fachverband und idealerweise auch die Mitgliedsorganisationen dieselbe fachliche Bezeichnung verwenden, entsteht ein klares und wiedererkennbares Bild unseres Berufsfeldes. Das stärkt die Orientierung für Familien, Fachpersonen, Behörden und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.

Sichtbarkeit ist dabei kein Selbstzweck. Sichtbarkeit schafft Verständnis für unsere Leistungen, erhöht die Wahrnehmung unseres Beitrags zur frühkindl

ichen Förderung, unterstützt die fachliche und politische Verankerung unseres Angebots. 

Ein strategischer Schritt für die Zukunft

Die Stärkung der Positionierung, Kommunikation und Sichtbarkeit der Beratung Frühe Kindheit gehört seit mehreren Jahren zu den strategischen Zielen unseres Fachverbands. Die Namensänderung ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg.

Als nationaler Fachverband vertreten wir ein Berufsfeld, das für die gesunde Entwicklung von Kindern, die Unterstützung von Familien und die Vernetzung im System der frühen Förderung von zentraler Bedeutung ist. Damit dieser Beitrag auch in Zukunft die notwendige Anerkennung, Unterstützung und Ressourcen erhält, braucht es eine klare und zeitgemässe Positionierung.

Gemeinsam Wirkung entfalten

Besonders erfreulich ist, dass bereits verschiedene Mitgliedsorganisationen die Bezeichnung «Beratung Frühe Kindheit» übernommen haben oder deren Einführung prüfen. Eine gemeinsame Begrifflichkeit stärkt die Wiedererkennbarkeit unseres Berufsfeldes schweizweit und unterstützt unsere gemeinsame Kommunikation.

Mit dem neuen Namen machen wir deutlich, wer wir sind, wofür wir stehen und wohin wir uns als Berufsfeld entwickeln wollen.

Die Herausforderungen und Chancen der Frühen Kindheit lassen sich nur gemeinsam gestalten – mit Familien, Fachpersonen, Institutionen, Behörden und politischen Entscheidungsträgern. 

Als Schweizerischer Fachverband Beratung Frühe Kindheit wollen wir diese Zusammenarbeit weiter fördern und die Bedeutung der Frühen Kindheit in Gesellschaft und Politik noch stärker sichtbar machen.

Der Vorstand

v.l.n.r Nina Schläfli, Esther Christen, Romana Heschel, Gülya Brömmer, Doris Burkhard, Bettina Flory-Güntert, Lucia Eggel und Andrea Trummer